Was Schnecken nicht mögen:

Besonders beliebt bei Schnecken: junge Triebe
Besonders beliebt bei Schnecken: junge Triebe

Was Nacktschnecken keinesfalls mögen, ist Moos.

Schnecken finden im Garten immer Nahrung, Nacktschnecken ganz besonders. In erster Linie entscheiden sie sich für die zarten Triebe der Jungpflanzen. Aber auch eine bis zu 30 cm hohe Pflanze fressen sie binnen weniger Stunden restlos auf.

Willst Du die Schnecken bekämpfen, solltest Du auf die Verwendung von schneckengefährdeten Pflanzen verzichten.

Zu ihnen zählen unter anderem:

Bohnen, Chinakohl, Erbsen, Gurken, Karotten, Kopfsalat, Kürbis, Mangold, Paprika, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Salat, Spinat, Baldrian und Salbei.

Bei Blumen sind es überwiegend:

Astern, Clematis, Blumenrohr, Dahlie, Frauenschuh, Funkie, Leberbalsam, Lichtnelke, Mohn, Primel, Prunkwinde, Rittersporn, Sonnenhut, Stockrosen, Strohblumen, Studentenblume (Tagetes), Veilchen und Zinnie.

Was kannst Du vorbeugend gegen Schnecken im Garten tun?

Achte auf eine nicht zu dichte Bepflanzung. So können Pflanzen und Boden nach einem Regenguss gut abtrocknen.

Die Mischung macht es – wähle Deine Pflanzen sorgfältig aus!

Selbst wenn es kaum glaubhaft erscheint, Nacktschnecken verschmähen manche Pflanzenarten. Diese solltest Du vorrangig auswählen oder zumindest das Gartenbeet damit umgrenzen.

Hier einige Beispiele – Dein Gärtner des Vertrauens wird Dich gerne weitreichender beraten.

Salate:

Gekräuselte, auch rotlaubige Blattsalate, Endivie, Feldsalat, Radicchio, Romana, und Rucola.

Gemüse:

Artischocken, Bärlauch, Knoblauch, Porree, Sellerie, Spargel, Tomaten und Zwiebeln.
Bei Bohnen und Gurken sind Klettersorten zu empfehlen.

Kräuter:

Bohnenkraut, Ehrenpreis, Eisenhut, Johanniskraut, Kamille, Katzenminze, Nachtkerze, Petersilie, Pfennigkraut, Rosmarin, Schnittlauch, Thymian Waldmeister und Zitronenmelisse.

Blumen und Stauden:

Akelei, Bartnelken, Begonien, Christrose, Chrysantheme, Geranien, Glockenblume, Goldrute, Herbstanemone, Hortensien, Indianernessel, Immergrün, Kapuzinerkresse, Lavendel, Lilie, Löwenmäulchen, Rittersporn, Rosen, Astern, Staudenphlox, Storchschnabel, Tränendes Herz und Wicken.

Dicke, ledrige Blätter wie die von Fetthenne, Hauswurz oder Wolfsmilch werden von Nacktschnecken verlässlich gemieden.

Auch lassen sie ihre Raspelzunge von Farnen, Rasen- und Ziergräsern sowie Giftpflanzen wie Eisenhut, Maiglöckchen oder Pfingstrose.

Hinweis:
Da verschiedene Schneckenarten verschiedene Vorlieben haben, gibt es keine Garantie. Zudem passen sie ihren Geschmack häufig an das Angebot an.

Was Nacktschnecken keinesfalls mögen, ist Moos.

Oxylipin, so heißt der Duftstoff, der in Moosen enthalten ist und auf Schnecken abstoßend wirkt. Um Moose kriechen Schnecken im wahrsten Sinne des Wortes einen großen Bogen.

Zu Recht sagst Du nun: „Ich möchte trotz Schnecken im Garten nicht alles mit Moos überwuchern lassen!“

Das musst Du auch nicht. Um mit dieser Methode Schnecken zu bekämpfen, gibt es verschiedene andere Möglichkeiten.

Setze eine Moos-Jauche gegen die Schnecken an:

  1. Sammle Moos, zerkleinere es, weiche es mehrere Stunden in Wasser ein, siebe es ab und besprühe Deine Pflanzen mit dem Sud. Für einen Liter Wasser benötigst Du rund 40 g Moos – es sind alle Sorten verwendbar.
  2. Trockne das gesammelte Moos, gib es in ein Gefäß, übergieße es mit Alkohol und zermahle es mit einem Mixgerät.

Bei beiden Varianten solltest Du etwas Pflanzenöl zugeben. Es festigt das Gemisch aus Flüssigkeit und Pflanzenextrakten.

Einfacher und Schneller mit Lebermoosextrakt

Du kannst es Dir einfacher machen, indem Du Lebermoosextrakt im Fachhandel oder einer Apotheke kaufst. 5 ml Lebermoosextrakt sind für 1 l Wasser ausreichend. Die Mischung wird alle 10 – 14 Tage tropfnass auf die Pflanzen gesprüht. Bei Regen allerdings öfter.

Das Gemüse muss nach der Ernte abgewaschen werden!